Kampfhunde – wer macht die Hunde dazu, die Gene oder vielleicht doch die Besitzer?
Jedes Mal, wenn ich etwas über Kampfhunde höre, kommt mir der Gedanke, dass ein Kampfhund meiner Meinung nach von den Besitzern dazu gemacht wird. Sicher gibt es genetische Veranlagungen, die eine Hunderasse schneller zum Kampfhund werden lassen als andere Hunderassen. Aber prinzipiell können alle Hunde und Welpen zum Kampfhund erzogen werden.
Da finde ich es immer diskriminierend, jeden Hund einer bestimmten Rasse gleichzustellen mit seinen Artgenossen. Ich kenne Rottweiler, Pittbulls, Bullterrier und weitere Hunde aus der Kampfhundeliste, die die reinsten Schmusetiere sind. Andererseits ist es der Freundin unserer Tochter schon passiert, dass sie von einem kleinen Mischling, der sicher kein Kampfhund ist, verfolgt und gebissen wurde.
Ideal für Hunde und Hundebesitzer ist der Hundeführerschein. Die Regelung funktioniert auch bereits – zum Beispiel beim Hundeführerschein in Hamburg. Letztendlich sind es in erster Linie die Besitzer, die ihren Hund erziehen. Wenn man beobachtet, wie manche Leute mit ihren Hunden umgehen, ist es kein Wunder, wenn die armen Tiere aggressiv reagieren.
Wir hatten unseren ersten Hund, der total eingeschüchtert war, von seinem Herrchen weggeholt und der süße Einstein hat uns das mit Liebe gedankt und Selbstvertrauen gewonnen. Als ihn beim Gassigehen ein Schäferhund hinterrücks angegriffen hat, war dessen Herrchen nicht imstande, einzugreifen – nein, der war eher noch stolz, dass sein Hund unseren Hund angegriffen hat.
Schon bei der Überlegung, sich ein Tier anzuschaffen, sollte getestet werden, ob der künftige Besitzer in der Lage ist, den Hund artgerecht zu halten und gut zu erziehen. Bei einem Welpen übernimmt der Besitzer die volle Erziehungsfunktion – hat also vollen Einfluss auf die soziale Entwicklung des Hundes. Bei einem Hund aus dem Tierheim ist zwar nicht sicher, was dieser zuvor mitgemacht hat, aber die Mitarbeiter im Tierheim können meist schon Auskunft über das Verhalten des Tieres geben. Unser Zorbas, den ich von Kreta mitgebracht habe, war ein Streuner und ist zudem dominant – dennoch hat er sich mittlerweile zu einem Hund entwickelt, der akzeptiert, dass er einfach nicht der Rudelführer sein kann.
Auf jeden Fall ist eines klar – jeder Hundebesitzer sollte auf die Eignung im Umgang mit Hunden geprüft werden, dann gäbe es nicht so viel Leid bei den armen Tieren.
Hier ein voll süßes Video zu Hunden, die total lieb sind, aber einfach nicht gehorchen wollen…




Kampfhunde – das ist so blöd und tierunfreundlich. Ich bin der Meinung das die Besitzer dafür verantwortlich sind.