Nie wieder eine Magenspiegelung ohne Narkose!
Also ich kann allen nur folgende Tipps geben – niemals die Magenspiegelung ohne Narkose bei vollem Bewusstsein durchführen lassen. Ich hatte Anfang Juli schreckliche Bauchkrämpfe, die sich immer mehr steigerten, bis ich dann im Krankenhaus gelandet bin. Nach 2 Tagen war dann die Diagnose aufgrund der Gastroskopie klar – ein Magengeschwür am Übergang zum Zwölffingerdarm, verursacht durch das Bakterium Helicobakter.
Die Gastroskopie im Krankenhaus war mit starkem Schlafmittel – fast wie eine Narkose – und dadurch vollkommen schmerzfrei. Auch die anschließende Darmspiegelung wurde mit dem starken Schlafmittel durchgeführt und ich hatte keinerlei Probleme. Das einzige, das mich bei der ersten Magenspiegelung genervt hat war, dass ich seit dem Abend zuvor nichts mehr trinken durfte und am nächsten Tag erst gegen Mittag zur Endoskopie gebracht wurde – da half auch die Flüssigkeitsinfusion nicht viel.
Die Therapie gegen den Helicobacter wurde dann mit 2 verschiedenen Antibiotika und einem Magensäurehemmer durchgeführt. Soweit ging es mir gleich nach den ersten Antibiotika schon besser, da ich sonst nie Medikamente nehme und diese dadurch sofort wirken konnten. Dann wurde mir empfohlen, nach 6 Wochen zur Kontrolle eine erneute Gastroskopie durchführen lassen sollte.
Genau dieser Termin war heute morgen. Vereinbart war mit dem Arzt, dass ich nicht selbst fahre, damit ich das starke Schlafmittel verabreicht bekommen kann. Also war ich ab gestern Abend ab 21 Uhr nüchtern geblieben für die Magenspiegelung und habe auf mein geliebtes Wasser verzichtet – ohne Essen ist ja noch erträglich, aber ohne Trinken ist eine Katastrophe. Dann kam heute früh das Problem, dass mein Mann eine längere Nachtkurierfahrt hinter sich hatte und ich ihn dann nicht wecken wollte. Also bin ich selbst gefahren, in der Hoffnung, dass ich nach einer Stunde trotz Narkose wieder Auto fahren darf.
Das war wohl ein Wunschgedanke – durch das starke Schlafmittel hätte ich den ganzen Tag nicht ans Steuer sitzen dürfen. So musste ich entscheiden, noch einmal einen Termin zu vereinbaren oder die knappen 5 Minuten bei vollem Bewusstsein zu überstehen. Ich entschied mich dann für Letzteres in der Hoffnung, mir das Ganze dann wenigstens auf dem Monitor ansehen zu können. Das ging schon mal nicht, da der Monitor genau hinter mir platziert war und dann kamen die wohl schrecklichsten 5 Minuten meines Lebens. Ich kann nur sagen – nie wieder eine Magenspiegelung bei vollem Bewusstsein. Ich hatte ja schon von vielen gehört, dass es unangenehm sei – manche hatten mir sogar berichtet, dass es überhaupt nicht schlimm war – aber so schlimm wie es tatsächlich war, hatte ich mir das Ganze niemals vorgestellt.
Gut – ich habe das natürlich überlebt, aber im Vergleich zu der Gastroskopie unter Narkose, bei der ich keinerlei Nachwirkungen hatte, musste ich mich heute den ganzen Tag mit Halsschmerzen und Ohrenschmerzen plagen, die jetzt nach über 12 Stunden endlich abklingen.



